Alina Brand (sie/-)

Während meines sozialwissenschaftlichen Studiums in Leipzig habe ich meinen Fokus auf Kultursoziologie und damit auf das gesellschaftliche Miteinander gelegt. Schon damals habe ich mich besonders für Gruppendynamiken und Aushandlungsprozesse interessiert. In meiner Masterarbeit habe ich mich dann intensiv mit Mediation beschäftigt, indem ich das berufliche Verständnis von Mediator*innen analysierte.

Seit 2018 bin ich selbst Zertifizierte Mediatorin. Die Ausbildung habe ich im ersten Ausbildungsjahrgang von zwischen*räume absolviert. Seitdem mediiere ich vor allem Beziehungskonflikte in allen möglichen Konstellationen: Oftmals arbeite ich im Zweiersetting mit Menschen, die einander sehr wichtig sind – sei es als Teil von Wahlfamilie, im romantischen Kontext, generationenübergreifend innerhalb der Ursprungsfamilie, als Geschwister, enge Freund*innen oder Mitbewohner*innen. Im Mehrpersonensetting mediiere ich Menschen in Poly-Beziehungen, Familien, Wohnkontexten, Gruppen, Teams und all den vielfältigen Beziehungsgefügen, die sich am Rand oder außerhalb der mehrheitsgesellschaftlichen Norm bewegen. In all diesen unterschiedlichen Konstellationen arbeite ich gerne und habe über die Jahre einen breiten Erfahrungsschatz sammeln dürfen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an all die Mediand*innen und Klient*innen, die mir bisher ihr Vertrauen geschenkt haben!

Ein Thema, das mir in meiner Arbeit immer wieder begegnet, ist die Aktualisierung von Beziehungen. Manchmal ist es wichtig Veränderungen bewusst zu begleiten, in die bestehende Beziehung einzubetten und genau hinzuschauen, wie sich diese auf die Beziehung auswirken. Das können beispielsweise eine Beziehungsöffnung, gemeinsame Elternschaft, große Herausforderungen oder Struggles bei einer Person oder auch Schicksalsschläge sein. Ich unterstütze meine Mediand*innen dabei die Auswirkungen solcher Veränderungen sanft zu begleiten und herauszuarbeiten, was die Beziehung darin aktuell braucht. Weitere Schwerpunktthemen meiner Arbeit sind Geschlechterverhältnisse und andere Machtverhältnisse in Beziehungen und Gruppenkonstellationen sowie informelle Hierarchien.

Als Mediatorin ist es mir besonders wichtig, die jeweiligen Interessen, Wünsche und Bedürfnisse jeder Person herauszustellen und darüber zu einem gegenseitigen Verständnis für die jeweils andere Position zu gelangen. Dabei arbeite ich prozessorientiert, fair, vertraulich – und mit viel Empathie.