Mediationsausbildung

In der Mediationsausbildung findet eine intensive Auseinandersetzung mit Konflikten, deren Dynamiken, Bedeutung und Nutzen statt. Die Teilnehmenden lernen, mit Hilfe des Phasenmodells der Mediation Menschen in ihren Auseinandersetzungen zu begleiten und zu unterstützen. Dafür sind neben der Aneignung von methodischem Wissen auch Reflexionen des eigenen Konfliktverhaltens und die Entwicklung einer Mediationshaltung wichtig.

Als Anwendungsfelder werden sowohl Konflikte im privaten als auch im Arbeitskontext beleuchtet. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt darin, Konfliktprozesse in Gruppen zu begleiten und für Phänomene von Macht und Hierarchie zu sensibilisieren.

Auf der Grundlage von theoretischen Inputs, Anregungen zur Auseinandersetzung mit sich selbst sowie vielen praktischen Übungen und Rollenspielen unterstützen wir die Teilnehmenden in ihren Lernprozessen und bereiten sie auf ihre Rolle als Mediator*innen vor.

Die Ausbildung orientiert sich an den Standards des Bundesverbandes MEDIATION e.V. (200 Stunden) und entspricht der Rechtsverordnung zum Mediationsgesetz, das am 01.09.2017 in Kraft getreten ist. Die Ausbildung findet an insgesamt 10 Wochenenden innerhalb eines Jahres statt.

Inhalte der Ausbildung:

  • Grundlagen der Mediation
  • Ablauf und Phasen der Mediation
  • Rolle und Haltung in der Mediation
  • Konfliktanalyse und Konflikttheorie
  • Kommunikationstheorie
  • Grundlegende Gesprächs- und Interventionstechniken in der Mediation
  • Techniken aus angrenzenden Disziplinen (u.a. Systemische Therapie, Psychodrama, Verhandlungsaspekte)
  • Selbstreflexion (u.a. Reflexion der eigenen Konfliktsozialisation)
  • Rechtliche Aspekte der Mediation
  • Auftragsklärung – Beratung über Beratung
  • Besonderheiten bei Co-Mediation
  • Entwicklung eines eigenen Profils und Akquise
  • Grenzen der Mediation
  • Mediation in verschiedenen Praxisfeldern:
    • Beziehungen und Familien
    • Teams im Arbeitskontext
    • Selbstorganisierte Gruppen

Zurück zum Seitenanfang